Böses und Blaues

Ein kunstvolles Bild zeigt einen Vogelkopf mit einem blauen Federbusch und einem markanten, roten und weißen Schnabel, der in einem prunkvollen, goldenen Rahmen mit barocken Verzierungen präsentiert wird.
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Unter dem Label Böses und Blaues präsentiert Friedhelm Maria Leistner kleinformatige Kunstwerke und Objekte, die er aus gebrauchten oder gefundenen Materialien fertigt. Dazu zählen antike Goldrahmen, für die er extra neue Motive malt – oft humorvolle oder skurrile Tiere auf intensiv ultramarinblauem Grund. Die sichtbaren Gebrauchsspuren der Rahmen werden nicht als Makel, sondern als wesentlicher Bestandteil der Arbeit betrachtet: Sie tragen die Geschichte der Objekte weiter und werden bewusst einbezogen. Im Laden zeigt Leistner zudem handbemalte und handbedruckte Kleidung, die überwiegend aus Second-Hand-Textilien wie T-Shirts besteht. Durch Bemalung, Kolorierung und Bedruckung verwandelt er diese gebrauchten Stücke in Unikate – eine Verbindung von Kunstobjekt und tragbarem Design. Dieser Ansatz führt die Idee der Wiederverwendung sowohl konzeptionell als auch materiell lebendig vor Augen. Ein weiterer Teil seines Schaffens umfasst kleine Monster-Skulpturen und Kunstwerke auf recyceltem Glas, gefertigt aus verschiedenen Fundstücken – häufig Materialien, die gemeinhin als alltäglicher Abfall gelten. Durch die künstlerische Kombination entstehen neue Figuren und Formen, manche mit praktischem Nutzen, andere als reine Spielobjekte.

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